Ärzte Zeitung, 19.07.2004

Jungen Patienten nützt Depot-Risperidon

Studie zur Therapieumstellung bei Schizophrenie-Kranken vorgestellt

DAVOS (eb). Junge Schizophrenie-Patienten, die auf ein neues Medikament umgestellt werden müssen, profitieren von einer Therapie mit Risperidon in Depot-Form.

Das hat eine Studie mit knapp 120 Patienten im Alter von 18 bis 30 Jahren ergeben. Die Studie ist auf einem Kongreß in Davos in der Schweiz vorgestellt worden. Die eine Hälfte der Patienten benötigten eine andere Medikation aufgrund von Non-Compliance, die andere Hälfte aufgrund von unerwünschten Wirkungen oder ungenügender Wirksamkeit der bisherigen Therapie.

Die Patienten erhielten nun für ein halbes Jahr alle zwei Wochen 25 bis 50 mg Depot-Risperidon (Risperdal Consta™) intramuskulär injiziert. 81 der Patienten nahmen bis zum Schluß an der Studie teil. Das Ergebnis: Im Schnitt ging der Wert auf der Positiv- und Negativ-Symptomskala (PANSS) von zu Beginn 71 Punkten auf 60 Punkte zurück. Bei 34 Prozent der Patienten reduzierte sich der PANSS-Wert um mehr als 20 Prozent.

Der Anteil der Patienten, die ihre Therapie als "sehr gut" bewerteten, stieg von neun Prozent zu Beginn der Therapie auf 30 Prozent sechs Monate später.

Topics
Schlagworte
Schizophrenie (264)
Krankheiten
Schizophrenie (650)
Wirkstoffe
Risperidon (125)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »