Ärzte Zeitung, 02.08.2005

Biofeedback gegen nächtliches Knirschen mit den Zähnen

Psychiater aus Münster entwickelt neue Methode

Jeder fünfte Deutsche knirscht mit den Zähnen. Auslöser des unbewußten, meist nächtlichen Pressens und Mahlens der Zähne sei oft Streß, Schäden an Zähnen, Kiefergelenk und der Kaumuskulatur seien die Folge, sagte Professor Stephan Doering von der Uniklinik Münster.

Außer üblicherweise eingesetzten Kunststoffschienen setzt der Psychiater auf eine neue Behandlungsmethode mit gezielten Entspannungsübungen: "Denn mit der Schiene wird lediglich gegen die Folgen des Zähneknirschens behandelt." Mit Biofeedback geht es an die Ursachen des Knirschens.

Dabei erhalten die Patienten kleine Elektroden über dem Kaumuskel an die Wange geklebt, die Anspannung der Muskeln wird von einem Computer registriert. "Anhand der Monitoraufzeichnungen können die Betroffenen dann lernen, die Anspannung mit speziellen Entspannungsübungen abzubauen", sagt Doering, der bundesweit einzige Lehrstuhlinhaber für Psychosomatik in der Zahnheilkunde. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »