Ärzte Zeitung, 10.10.2011

Schulungen für Kinderärzte zum "Baby-Verstehen"

STUTTGART (eb). Die Landesärztekammer Baden-Württemberg bietet Kinderärzten im Südwesten Multiplikatoren-Schulungen fürs "BabyLesen".

Vermittelt werden fachliche, didaktische sowie haftungs- und datenschutzrechtliche Kenntnisse. Damit sollen die Mediziner in der Lage sein, künftig eigenständig Fortbildungen für Kollegen anzubieten.

Das neue Wissen über die Signalsprache von Kleinkindern ermögliche das sogenannte "Baby-Verstehen", heißt es in einer Mitteilung. Geschulte Beobachter können ungünstige Entwicklungen erkennen und Eltern Rat und Hilfe anbieten.

"Chance der ersten Monate" nutzen

So kann man die "Chance der ersten Monate" nutzen, denn die gesundheitliche und seelische Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern werde entscheidend dadurch beeinflusst, wie Eltern sich im Umgang mit ihnen verhalten.

Frühe Regulationsstörungen, die sich in exzessivem Schreien, Schlafstörungen, Fütter- und Gedeihstörungen sowie Klammern, Trotzverhalten und aggressiv-oppositionellem Verhalten zeigen, sind Beispiele für die misslingende Bewältigung von Entwicklungsaufgaben. Ihr Auftreten in der Bevölkerung wird auf 15 bis 30 Prozent geschätzt.

www.aerztekammer-bw.de

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