Ärzte Zeitung, 02.02.2004

KOMMENTAR

Niedrigschwellige Angebote gefragt

Von Cornelia Durst

"Be Smart - Don‘t Start" und "Just be smokefree" sind ihre Namen. Sie klingen gut und locken auch noch mit großen Gewinnen. Jugendliche vom Griff zum Glimmstengel abzuhalten, ist das hohe Ziel dieser Wettbewerbe. Solch klangvolle Werbekampagnen, gesponsort von der Europäischen Union, der WHO oder von der Bundesregierung, versprechen viel. Jetzt haben Wissenschaftler bewiesen, daß die Programme aber auch wirken.

Die Studie der Kieler Autoren dürfte Wasser auf Ulla Schmidts Mühlen sein, hat sie doch die Prävention zu einem ihrer liebsten Kinder erkoren. Doch Präventionsprogramm ist nicht gleich Präventionsprogramm, und nicht alle Anti-Raucher-Kampagnen, die bislang mit klangvollen Namen warben, bekamen auch gute Noten.

Solche Programme funktionieren nur, wenn sie im Alltagsleben der Jugendlichen fest verankert, also nicht abgehoben oder zu anspruchsvoll sind. Wenn sie die Betroffenen an ihrem Lebensmittelpunkt abholen, das heißt in der Schule, in der Familie oder am Arbeitsplatz. "Be Smart - Don‘t Start" ist ein Erfolg. Und beweist einmal mehr: Niedrigschwellige Angebote - das ist‘s, was die Betroffenen brauchen.

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