Ärzte Zeitung, 08.10.2004

Kampagne zum Passivrauchen

Bundeszentrale warnt vor allem werdende Mütter

KÖLN (dpa). Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) warnt vor den Gefahren des Passivrauchens für Kinder und Ungeborene.

"Raucht die werdende Mutter während der Schwangerschaft, gibt es für das ungeborene Kind kein Entrinnen", warnte die BZgA am Donnerstag in Köln.

Mehr als 4000 verschiedene Giftstoffe sind in Zigaretten enthalten. Über die Nabelschnur gelangen sie in den Körper des Kindes. Das Risiko von Mißbildungen, Totgeburten oder plötzlichem Kindstod steigt durch Passivrauchen erheblich an.

"Außerdem nehmen Kleinkinder in Relation zu ihrem Körpergewicht mehr Atemluft auf als Erwachsene", warnte die BZgA. Dadurch sei auch die Menge der Gifte verhältnismäßig größer als bei älteren Passivrauchern. Weitere Informationen zum Thema unter www.bzga.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »