Ärzte Zeitung, 25.11.2004

Nikotinsüchtig? Vielleicht liegt’s an den falschen Genen

Kleine Rezeptorveränderungen fördern die Abhängigkeit

PASADENA (mut). Wer vom Glimmstengel nicht loskommt, hat jetzt eine neue Ausrede: Möglicherweise liegt es an den Genen.

Rezeptor-Varianten, die Nikotin besonders gut binden, machen offenbar eher süchtig. Foto: @Science

US-Forscher aus Pasadena haben Mäuse gezüchtet, bei denen durch eine Genmutation eines der fünf Proteine, aus denen der Nikotin-Acetylcholin-Rezeptor besteht, so verändert ist, daß der Rezeptor Nikotin besonders gut bindet. Die Folge: Die Mäuse werden bereits bei geringeren Mengen Nikotin süchtig als nicht manipulierte Nagetiere.

Bei Menschen gibt es genetisch bedingt eine große Variation von Proteinen für den Nikotin-Acetylcholin-Rezeptor. Die Forscher vermuten, daß Menschen mit bestimmten Rezeptor-Varianten sensibler auf Nikotin reagieren als andere, und daß diese Menschen daher leichter süchtig werden (Science 306, 2004, 1029).

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