Ärzte Zeitung, 22.12.2004

Die Zahl jugendlicher Raucher sinkt wieder etwas

Caspers-Merk sieht Bestätigung der Kampagnenpolitik

BERLIN (HL). Der Anteil junger Raucher im Alter von 12 bis 25 Jahren ist in der Zeit zwischen 2001 und 2004 von 37 auf 35 Prozent in dieser Populationsgruppe gesunken. Noch stärker, nämlich von 28 auf 23 Prozent sank der Anteil der sehr jungen Raucher, also der Zwölf- bis 17jährigen.

Dies geht aus der gestern veröffentlichten jüngsten Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Teilband Rauchen) hervor.

In den Ergebnissen sieht die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, eine Bestätigung der Kampagnenpolitik des Bundesgesundheitsministeriums, insbesondere auch eine gewisse Wirksamkeit der augenfälligen Warnhinweise auf Zigarettenpackungen. 54 Prozent der repräsentativ befragten jungen Menschen nahmen diese Warnhinweise wahr. Überdurchschnittlich ist das Interesse bei weiblichen Jugendlichen und bei den Jüngeren.

Entscheidenden Einfluß darauf, ob jemand raucht, haben das soziale Umfeld und der Bildungsgrad. Der Anteil der Raucher unter Haupt- und Realschülern liegt bei 22 Prozent, in der Sekundarstufe I nur bei 15 Prozent. Unter Berufsschülern beträgt die Raucherquote 52 Prozent, bei den Gymnasiasten der Sekundarstufe II 38 Prozent. Unter den Hochschülern sind 34 Prozent Raucher, bei gleichaltrigen Erwerbstätigen 47 Prozent.

Weitere Infos: www.bzga.de

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat ein Beratungstelefon zum Nichtrauchen eingerichtet. Es steht unter der Telefon-Nummer 01805-31 31 31 (12 Cent/Minute) Montag bis Donnerstag von 10.00 bis 22.00 Uhr, Freitag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr zur Verfügung.

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