Ärzte Zeitung, 24.10.2005

Neuer Schülerwettbewerb zum Nichtrauchen gestartet

"Be Smart - Don‘t Start" / Jugendliche rauchen weniger

BONN (dpa). Schüler der sechsten bis achten Klassen können sich wieder am jährlichen europaweiten Wettbewerb zum Nichtrauchen "Be Smart - Don't Start" beteiligen. Auch in diesem Jahr gebe es attraktive Preise zu gewinnen, sagte die Schirmherrin des Wettbewerbs, die Schauspielerin Natalie Alison, am Freitag in Bonn. Noch bis zum 12. November können Lehrer ihre Klassen anmelden.

Der Wettbewerb, der vom 14. November bis zum 28. April dauert, wird von der Deutsche Krebshilfe und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie anderen Institutionen unterstützt. Im vergangenen Schuljahr hatten sich in Deutschland 11 000 Klassen angemeldet - mehr als in jedem anderen Land Europas.

Die Krebshilfe verwies darauf, daß immer mehr Bundesländer gesetzliche Rauchverbote an ihren Schulen durchsetzten. Nach Erfahrungen in Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein werde auch Bayern im nächsten Schuljahr das Rauchen in den Schulen verbieten.

"Das Rauchverbot trägt dazu bei, Kinder und Jugendliche für ein rauchfreies Leben zu gewinnen, sagte Krebshilfe-Geschäftsführer Gerd Nettekoven. Das reiche aber nicht, Nichtrauchen müsse auch zum Unterrichtsthema werden.

Die Raucherquote der 12- bis 17jährigen sei von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 20 Prozent im Jahr 2005 gesunken, sagte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. "Das ist ein großartiger Erfolg der Präventionsbemühungen." Die bundesweite Förderung des Nichtrauchens im schulischem Bereich sei dabei ein entscheidendes Element.

Die Teilnahmebedingungen am Wettbewerb "Be Smart - Don?t Start" sind einfach: Mindestens 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler einer Klasse müssen sich entscheiden, rauchfrei zu bleiben. Wenn mehr als zehn Prozent der Schüler während des Wettbewerbs rauchen, scheidet die Klasse aus.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »