Ärzte Zeitung, 20.01.2006

Deutsche griffen 2005 seltener zum Glimmstengel

WIESBADEN (dpa). Deutsche Raucher haben im vergangenen Jahr seltener zu Tabakerzeugnissen gegriffen. Der steuerlich begünstigte Feinschnitt zum Selberdrehen wird immer beliebter und verzeichnete ein Plus von 37 Prozent auf 33 232 Tonnen.

Bei Zigaretten ging der Absatz hingegen um 14 Prozent auf 96 Milliarden Stück zurück. Das teilte das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mit. Wenn man den Feinschnitt zu den Zigaretten rechnet, wurden pro Einwohner 1565 Stück konsumiert (minus fünf Prozent). Die Tabaksteuer war zum 1. September erneut erhöht worden.

Seit der ersten Steuererhöhung im März 2004 hat der Staat aufgrund des gesunkenen Tabakkonsums etwa 200 Millionen Euro weniger als im entsprechenden Zeitraum davor eingenommen.

Das Ziel, mit Mehreinnahmen die gesetzliche Krankenversicherung zu entlasten, wurde damit bisher nicht erreicht. Der Wert der versteuerten Tabakwaren lag im vergangenen Jahr bei insgesamt 24 Milliarden Euro.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »