Ärzte Zeitung, 11.07.2006

Bis Ende 2006 Therapie in vier Suchtkliniken

In Großbritannien war bis Mitte der 60er Jahre Heroin aus der Apotheke die am weitesten verbreitete Therapie für Opiatabhängige. Sie wurde aus politischen Gründen immer stärker eingeschränkt, so daß im Jahr 2000 nur noch etwa 450 Süchtige Heroin als Medikament erhielten, meist von niedergelassenen Ärzten.

Nach der Schweizer Heroinstudie ist Ende der 90er Jahre das Interesse an der heroingestützten Therapie in England wieder erwacht: Bis Ende 2006 sollen vier Suchtkliniken diese Behandlung anbieten.

Unter Federführung von Professor John Strang vom National Addiction Centre am King’s College in London läuft eine Studie, in der die Effektivität von injizierbarem Heroin versus I.v.-Methadon versus oral verabreichtem Methadon verglichen werden soll.

Primäre Endpunkte sind der Gesundheitszustand und der Verzicht auf illegal gehandelte Drogen. Mit einem neuen Urintest läßt sich nach Angaben von Strang verschriebenes reines Heroin nachweisen. (nsi)

Lesen Sie dazu auch:
So machen es andere Länder

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »