Ärzte Zeitung, 08.02.2007

Warnfotos auf der Packung nehmen Rauchern den Genuss

Ein Tumor im Kopf-Halsbereich: Je drastischer die Fotos auf Zigarettenpackungen, desto größer die Wirkung. Foto: dpa

Studie belegt abschreckenden Nutzen von Krebsbildern

NEW YORK/HEIDELBERG (dpa). Raucher lassen sich durch drastische Warnhinweise auf Zigarettenschachteln beeinflussen. Das hat eine vierjährige Studie mit 15 000 Rauchern ergeben.

Am meisten erschrecken Fotos von Tumoren der Lunge und im Kopf-Halsbereich, wie ein kanadisches Forscherteam um Dr. David Hammond festgestellt hat (American Journal of Preventive Medicince 32, online). Mit Blick auf die Studiendaten fordern Fachleute auch in Deutschland, abschreckende Fotos auf Zigarettenschachteln einzuführen.

"Die Warnhinweise sind die preiswerteste Kampagne gegen das Rauchen. 80 Prozent aller Raucher glauben, dass die Warnungen ihr Verhalten beeinflussen", sagt die Nichtraucher-Expertin Dr. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Belgien hat die Bilder auf den Packungen Anfang 2007 eingeführt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »