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Breite Koalition für Fortführung

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Für eine Fortführung des Modellprojekts zur Heroinabgabe an Schwerstabhängige setzen sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), sowie die Gesundheitsdezernenten aller sieben beteiligten Städte ein.

Frankfurts Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) hat beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Ausnahmegenehmigung für drei Jahre und 150 Frankfurter Patienten beantragt.

Die Opposition im Bundestag will mit einem fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf die staatliche Heroinabgabe an Schwerstabhängige legalisieren. FDP, Grüne und Linksfraktion seien der Überzeugung, dass der Modellversuch in die Regelversorgung überführt werden sollte, sagte Detlef Parr, Sprecher für Sucht- und Drogenpolitik der FDP, und kündigte einen Gruppenantrag für März an.

Auch Professor Christian Haasen, Arzt am Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung in Hamburg (ZIS) und klinischer Leiter des Modellprojekts, wirbt für eine Fortführung der Heroinabgabe an Schwerstabhängige. Das mache sich langfristig auch für die Kommunen und Krankenkassen bezahlt: "Durch die kostenlose und saubere Heroinabgabe werden Krankheiten wie HIV und Hepatitis verhindert und wird die Beschaffungskriminalität verringert."

Inzwischen hat auch die evangelische Kirche an die drogenpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Maria Eichhorn (CSU) appelliert, die Heroinabgabe an Opiatabhängige fortzusetzen. Das gebiete die Menschenwürde. (Smi)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Heroin als Arznei - das ist sinnvoll!

Lesen Sie dazu auch: "Dann geht der Teufelskreis von vorne los!" Studie: Heroinbehandlung ist Methadonsubstitution überlegen Contra: Union gegen Regelversorgung

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