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Jeder vierte Bewohner in Heimen hat ein Arzneimittel-Problem

BERLIN (eis). Gesundheitsprobleme bei Altenheimbewohnern sind oft durch Arzneimittel verursacht, wie eine Studie jetzt ergeben hat. Probleme machen dabei häufig zu hohe Dosen und zu schnelle Titration vor allem von Psychopharmaka.

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In der Studie sind Arzneimittelprobleme bei 168 Bewohnern von zwei Altenheimen in Deutschland über neun und 18 Monate erfasst worden. Die Bewohner waren im Mittel 84 Jahre alt. 56 Prozent von ihnen wurden täglich mit mehr als sechs Medikamenten behandelt, wie Professor Petra A. Thürmann vom Lehrstuhl für klinische Pharmakologie der Universität Witten/Herdecke berichtet hat.

Bei 24 Prozent der Bewohner wurde mindestens eine unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) registriert, so Thürmann beim 31. Symposium der Bundesärztekammer. Am häufigsten waren neurologische Störungen wie Ataxie und Somnolenz gefolgt von gastrointestinalen Symptomen und Stürzen. Häufigste auslösende Arzneien waren Antipsychotika (33 Prozent) gefolgt von Diuretika und anderen Antihypertensiva (16 Prozent), Antidepressiva (12 Prozent) sowie Antidementiva und Antibiotika (je 8 Prozent).

Nach Angaben von Thürmann resultierten die UAW in 85 Krankenhaustagen, wovon 95 Prozent hätten vermieden werden können. Als Ursachen für vermeidbare UAW wurden nicht angemessene Dosierung (47 Prozent), ungeeignete Arzneimittel (24 Prozent) und mangelhafte Therapieüberwachung (13 Prozent) registriert.

Mit Computer-gestützten Verordnungen und sorgfältiger Therapieüberwachung ließen sich viele UAW vermeiden, so Thürmann.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Suchttherapie hat keine Altersgrenze

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