Ärzte Zeitung, 05.09.2012

Gehirnveränderungen

Ist Internetsucht genetisch bedingt?

BONN (eb). Viele Menschen tummeln sich ständig online und fühlen sich unwohl, wenn ihnen die Möglichkeit dazu fehlt. Medizinisch ist die Internetsucht noch nicht so klar erfasst, wie die Nikotin- oder Alkoholabhängigkeit.

Doch eine Studie von Forschern der Uni Bonn und des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim gibt Hinweise darauf, dass es auch bei Internetsucht molekulargenetische Zusammenhänge gibt (J Addict Med. 2012 Sep; 6(3): 191-195).

Die Forscher verglichen das Erbgut der Internetnutzer mit gesunden Kontrollpersonen. Dabei stellte sich heraus, dass bei den 132 Probanden deutlich häufiger eine Veränderung in einer Genregion vorlag, die auch bei Nikotinabhängigkeit eine Rolle spielt.

Es handelt sich um eine Mutation auf dem Gen "CHRNA4", die das Erbgut für die Untereinheit "alpha 4" am nikotinergen Acetylcholinrezeptor verändert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »