Ärzte Zeitung, 27.03.2013

Kommentar zu Rauchstopp und Gewichtszunahme

Keine Ausreden mehr!

Von Peter Leiner

Spätestens jetzt haben Raucher kaum noch eine Ausrede, die ihre Entscheidung, das Laster nicht beenden zu wollen, rechtfertigen könnte. Denn zu klagen, sie würden dann über die Gebühr zunehmen und das sei ja auch für Herz und Kreislauf schädlich, trifft einer aktuellen Studie zufolge offenbar nicht ganz zu.

Die meisten Probanden, die mit dem Rauchen aufgehört hatten, nahmen nämlich nur in einem Maße zu, das das kardiovaskuläre Risiko nicht so stark erhöhte, dass damit der Nutzen des Rauchverzichts - also das verringerte kardiovaskuläre Risiko - zunichte gemacht worden wäre. Ganz zu schweigen von dem verminderten Krebsrisiko.

Auch wenn das Design der Studie nicht optimal war, haben Ärzte mit diesen Ergebnissen nun ein weiteres gutes Argument in der Hand, mit dem sie ihre Patienten bei der Entscheidung, mit dem Rauchen aufzuhören, erfolgreich unterstützen können.

Die Raucher werden zudem verstehen, dass es leichter ist, die angesammelten überflüssigen Pfunde wieder loszuwerden, als erfolgreich gegen eine COPD oder gar gegen Lungenkrebs vorgehen zu müssen, wenn weiter geraucht wird. Die Zeit der Ausreden für Raucher ist vorbei.

Lesen Sie dazu auch:
Die Mär von der krassen Gewichtszunahme: Zigarette weg, Bikini-Figur bleibt

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »