Ärzte Zeitung online, 09.02.2015

Drogenbeauftragte

Steuer auf E-Zigaretten geplant

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat sich für eine Besteuerung von E-Zigaretten ausgesprochen.

BERLIN. "Ich halte eine Steuer auf E-Zigaretten mit nikotinhaltigen Flüssigkeiten steuersystematisch für zwingend geboten", sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), den "Stuttgarter Nachrichten".

Sie wolle die E-Zigarette, bei der nikotinhaltiger Dampf inhaliert wird, in allen Punkten genauso behandelt wissen wie herkömmliche Zigaretten.

Überall, wo Rauchverbote gälten, müsse auch der Konsum der E-Zigarette verboten sein, sagte Mortler. Sie sehe die E-Zigarette "sehr kritisch". Der Käufer wisse nicht, welche Inhaltsstoffe in den verwendeten Flüssigkeiten seien.

Das Rauchen von elektronischen Zigaretten ist nach Angaben des Verbands des eZigarettenhandels (VdeH) in Deutschland in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden.

2013 griffen demnach 2,2 Millionen Menschen zur E-Zigarette. Bis Ende 2014 erwartete der Verband nach früheren Angaben einen Anstieg der Zahl der "Dampfer" auf mehr als 3 Millionen. (dpa)

[10.02.2015, 14:06:18]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Die Aussicht auf Steuer war wohl der tiefere Sinn, diese Nikotin-Produkte uneingeschränkt zuzulassen
Kommerz immer wichtiger als Gesundheit.
 zum Beitrag »
[10.02.2015, 12:11:37]
Dr. Joachim Malinowski 
Dekalaration der Inhaltsstoffe von Zigaretten vs. denen in E-Zigaretten von der Steuer abhängig?
Wer als Käufer weiß, welche Inhaltsstoffe in Zigaretten sind?
Und wer als Konsument weiß, was in Lebensmitteln steckt?
Unser Deklarationswesen in Deutschland ist grundsätzlich eine Katastrophe zugunsten der Hersteller und zu Ungunsten der Verbraucher.
Man kann uns alles in Lebensmittel mischen und muss es vielfach nur ungenau oder gar nicht deklarieren.

Wann ändert sich das endlich? zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »