Autofahren trotz Fentanyl-Pflaster möglich

BERLIN (gvg). Wer wegen chronischer Schmerzen mit Fentanyl-Pflastern behandelt wird, braucht nicht auf das Autofahren zu verzichten. Vorsicht ist allerdings geboten bei der zusätzlichen Einnahme von - auch geringen Mengen - Alkohol oder anderen Substanzen, die auf das ZNS wirken.

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Gerade bei Krebs ist die Schmerzbehandlung mit Fentanyl-Pflastern (Durogesic®) oft ein Segen für die Patienten: Sie müssen weniger Tabletten einnehmen und fühlen sich dadurch subjektiv meist etwas weniger krank. Auch das Autofahren ist Patienten, die Opioidpflaster auf ihrer Haut tragen, erlaubt, wie Dr. Rainer Sabatowski von der Klinik für Anästhesiologie der Universität Köln beim 26. Deutschen Krebskongreß in Berlin betont hat.

Daß es nicht nur erlaubt, sondern auch gefahrlos möglich ist, konnte Sabatowskis Arbeitsgruppe in einer prospektiven Studie belegen, in der die Ärzte bei 30 Patienten, die mit Fentanyl-Pflastern behandelt wurden, Parameter wie die Reaktionsfähigkeit, die motorische Koordination, die Aufmerksamkeit und die Vigilanz mit Hilfe standardisierter Tests erfaßten.

Die erhobenen Daten wurden mit den Werten gesunder, unbehandelter Probanden verglichen. Dabei hätten die Patienten mit Fentanyl-Pflastern bei den Einzeltests und im Gesamtergebnis genauso gut abgeschnitten wie die Referenzpersonen in der Kontrollgruppe, so Sabatowski bei der von dem Unternehmen Janssen-Cilag unterstützten Veranstaltung.

Hingewiesen werden sollten die Patienten allerdings darauf, daß die zusätzliche Einnahme von Alkohol oder von anderen Substanzen, die auf das ZNS wirken, unterlassen werden sollte, da sonst die Fahrtauglichkeit beeinträchtigt werden könne.

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