Ärzte Zeitung, 29.04.2004

Placebo-Effekt bei Schmerz überprüft

NEW YORK (mut). Bestimmte Hirnregionen schwächen die Schmerzwahrnehmung, sobald Patienten an einen analgetischen Effekt einer Arznei glauben.

Das haben US-Forscher jetzt mit bildgebenden Verfahren (fMRI) herausgefunden. Sie behandelten 47 Personen mit einer Wirkstoff-freien Salbe und reizten dann behandelte Hautstellen mit Hitze oder Elektroschocks. Die Forscher sagten der Hälfte der Teilnehmer, daß sie eine schmerzlindernde Salbe bekämen, der anderen Hälfte, daß die Salbe wirkungslos sei.

Glaubten die Personen an eine schmerzlindernde Wirkung, war die Aktivität in Bereichen für Schmerzwahrnehmung wie Thalamus und anteriorer cingulärer Kortex deutlich reduziert. Zugleich war eine Region im präfrontalen Kortex kurz vor dem Schmerzreiz überaktiv. Die Forscher vermuten, daß diese Region die Aktivität der Schmerzzentren dämpft (Science 303, 2004, 1162).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »