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Immer mehr Menschen haben eine Urolithiasis

ULM (mut). Heftige, scharf stechende Schmerzen in der Flanke mit Schweißausbrüchen und Übelkeit sind typische Zeichen einer Nierenkolik. Wie sollte die Verdachtsdiagnose geprüft werden? Schnell läßt sich der Verdacht sonographisch klären. Bei Zweifeln gelingt die Diagnose am besten mit einem Spiral-CT.

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Veränderte Lebensgewohnheiten führen offenbar dazu, daß in Deutschland pro Jahr jährlich 1,5 Prozent der Einwohner eine Urolithiasis bekommen, vor 20 Jahren lag der Anteil noch bei 0,5 Prozent, berichten Dr. Ludwig Rinnab und seine Mitarbeiter aus Ulm (Dtsch Med Wochenschr 129, 2004, 2301).

Ein wichtiges diagnostisches Kriterium außer heftigsten Schmerzen im Lendenwirbelbereich, die sich alle 20 bis 60 Minuten verstärken, ist bei einer Nierenkolik eine Mikro- oder Makrohämaturie. Die Autoren weisen darauf hin, daß bei Frauen der Urin zur Untersuchung unbedingt per Einmalkatheter entnommen werden sollte, da es beim Mittelstrahlurin zu Fehlinterpretationen kommen könnte.

Mit Sonographie sind schließlich Steine ab einem Durchmesser von zwei bis drei Millimeter in der Niere oder im pyeloureteralen Übergang gut sichtbar. Vom Ureter sind allerdings nur die distalen und intramuralen Abschnitte gut erkennbar. Per transrektaler Sonographie kann man den distalen Ureterabschnitt noch besser darstellen. Durch eine Ultraschall-Untersuchung läßt sich meist auch eine Harnstauung auf der betroffenen Seite nachweisen.

Bestehen Zweifel, gelingt eine sichere Harnsteindiagnose am besten mit dem Spiral-CT: Spezifität und Sensitivität der Methode liegen bei über 95 Prozent.

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