Musik senkt bei Op Bedarf an Narkosemitteln

NEU-ISENBURG (Smi). Patienten, die während einer Operation ihre Lieblingsmusik hören, benötigen weniger lokale Betäubungsmittel. Das hat eine US-Studie bestätigt.

Veröffentlicht:

Ein Team um den Anästhesiologen Dr. Zeev Kain von der Yale School of Medicine in New Haven (US-Bundesstaat Connecticut) hat 36 US-amerikanischen und 54 libanesischen Patienten während einer urologischen Op über Kopfhörer entweder Operationsgeräusche, neutrales Rauschen oder Musik zugespielt.

Jene, die ihre Lieblingsmusik hören durften, brauchten im Vergleich zu den anderen bei der Spinalanästhesie nur ein Drittel des verabreichten Narkosemittels, wie die "Washington Times" berichtet.

Die Ergebnisse zeigten, so Kain, daß es nicht darum geht, die Op-Geräusche auszublenden. Denn die Patienten, die neutrales Rauschen hörten, benötigten ähnlich viel Narkosemittel wie jene, die die typischen Op-Geräusche vernahmen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Auch die Kultur hat Einfluß auf das Schmerzempfinden. Denn die libanesischen Patienten benötigten - unabhängig von der Art der Beschallung - weniger Betäubungsmittel als die US-amerikanischen Patienten.

Mehr zum Thema

Kasuistik zu Autoimmunerkrankung

Wüssten Sie, was hinter diesen Symptomen steckt?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Abb. 2: Schneller Wirkeintritt von Naldemedin im Vergleich zu Placebo in den Studien COMPOSE-1 und COMPOSE-2

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [15]

Opioidinduzierte Obstipation

Selektive Hemmung von Darm-Opioidrezeptoren mit PAMORA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Viatris-Gruppe Deutschland (Mylan Germany GmbH), Bad Homburg v. d. Höhe
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Flüssigbiopsie im Test

Pankreaskrebs: Früherkennung in Sicht?

Lesetipps
Virtuelle Checkboxen

© chinnarach / stock.adobe.com

Praxisführung

So profitieren Praxisteams von Qualitätsmanagement