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Ärzte Zeitung, 23.06.2005

Musik senkt bei Op Bedarf an Narkosemitteln

NEU-ISENBURG (Smi). Patienten, die während einer Operation ihre Lieblingsmusik hören, benötigen weniger lokale Betäubungsmittel. Das hat eine US-Studie bestätigt.

Ein Team um den Anästhesiologen Dr. Zeev Kain von der Yale School of Medicine in New Haven (US-Bundesstaat Connecticut) hat 36 US-amerikanischen und 54 libanesischen Patienten während einer urologischen Op über Kopfhörer entweder Operationsgeräusche, neutrales Rauschen oder Musik zugespielt.

Jene, die ihre Lieblingsmusik hören durften, brauchten im Vergleich zu den anderen bei der Spinalanästhesie nur ein Drittel des verabreichten Narkosemittels, wie die "Washington Times" berichtet.

Die Ergebnisse zeigten, so Kain, daß es nicht darum geht, die Op-Geräusche auszublenden. Denn die Patienten, die neutrales Rauschen hörten, benötigten ähnlich viel Narkosemittel wie jene, die die typischen Op-Geräusche vernahmen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Auch die Kultur hat Einfluß auf das Schmerzempfinden. Denn die libanesischen Patienten benötigten - unabhängig von der Art der Beschallung - weniger Betäubungsmittel als die US-amerikanischen Patienten.

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