Ärzte Zeitung, 25.10.2005

Schmerzkranken ist ein Rauchstopp zu empfehlen

BREMEN (sko). Patienten, die über Schmerzen klagen, sollte man raten, die Finger vom Glimmstengel zu lassen. Denn ein Rauchstopp kann Schmerzen lindern, und dies manchmal so gut wie Medikamente. Dies wurde beim Schmerzkongreß in Bremen berichtet.

Der Zusammenhang zwischen Rauchen und Schmerzen werde bei der Schmerztherapie vernachlässigt, hieß es. Zum Kopfschmerz durch Zigaretten konnte Professor Karl-Heinz Grotemeyer aus Saarbrücken aber Zahlen präsentieren.

Demnach gaben je nach Studie zwischen einem und 3,2 Prozent der Migräne-Patienten Rauchen als Kopfschmerz-Triggerfaktor an. Patienten mit Spannungskopfschmerz sehen Rauchen in 2,8 Prozent der Fälle als Auslöser. Zudem berichten rauchende Kopfschmerzpatienten über mehr Kopfschmerzphasen als Nichtraucher.

Erste Hinweise deuten auf einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Cluster-Kopfschmerzen und Passivrauchen hin. Und: Raucher klagen häufiger über unspezifische muskoloskeletale Schmerzen.

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