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Schmerzen

Mit liebevollem Partner tut's weniger weh

Egal, wie der Zusammenhang ist: Bei einer glücklichen Beziehung stören Schmerzen weniger als bei fehlendem Eheglück. Das könnte sogar bei der Therapie helfen.

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Glück in der Ehe: Gut gegen Schmerzen.

Glück in der Ehe: Gut gegen Schmerzen.

© thinkstock.com

TEMPE. Forscher aus Tempe in Arizona haben 250 Patientinnen mit Arthrose oder Fibromyalgie nach Beschwerden ,Bewältigungsansätzen und Zufriedenheit in der Partnerschaft befragt (Marital Adjustment Scale = Sieben-Punkte-Skala zwischen "extrem unglücklich" und "extrem glücklich").

Abgefragt wurde auch die Übereinstimmung in heiklen Dingen wie Finanzen, Urlaub, Freunde, Sex und Verwandte.Ergebnis: Frauen im Eheglück waren bei heftigem Schmerz weniger stark körperlich beeinträchtigt als solche in schwieriger Partnerschaft oder Alleinstehende.

Als Maß galt die Role Physical Subscale des SF-36. Auch die Fähigkeit, mit den Schmerzen emotional klar zu kommen, nicht alles Schwarz zu sehen und positiv gestimmt zu bleiben, hing unmittelbar mit dem Glück in der Partnerschaft zusammen (Pain 2012; online 17. Oktober 2012).

Auf der PANAS-Skala (Positive and Negative Affect Schedule) attestierten sich die zufrieden Verbandelten auf der einen Seite zum Beispiel mehr Begeisterungsfähigkeit, Inspiration, Entschlossenheit und Aktivität, auf der anderen Seite weniger Schuldgefühle, Ängste, Feindseligkeit, Nervosität und Fahrigkeit.

Die US-Forscher um Dr. Shannon Stark Taylorvermuten, dass es gar nicht so sehr die glückliche Partnerschaft an sich ist, die bei Schmerzen Vorteile verschafft.

Vielmehr scheinen Frauen in einer "guten" Beziehung von ihrem Wesen her stabiler und weniger verletzlich zu sein. Bei der Wahrnehmung, wie der Partner auf schmerzbedingte Bedürfnisse reagiert, waren Frauen in glücklicher Beziehung zufriedener als unglücklich verheiratete, geschiedene, getrennte oder verwitwete Frauen.

Die Forscher sehen darin durchaus therapeutisches Potenzial: Man könne beispielsweise Ehemänner oder Lebensgefährten dazu anleiten, ihre Partnerin effizienter bei der Schmerzbewältigung zu unterstützen.

Eine mitfühlende Reaktion auf Schmerzäußerungen, eine liebevolle Geste, vor allem an Tagen, an denen die Familie besonders gestresst ist, seien dabei schon hilfreich. (EO)

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