Ärzte Zeitung, 13.04.2004

Für Patienten ist lange Wirkdauer eines Triptans wichtiges Plus

Patienten und Ärzte geben Frovatriptan gute Noten / Migräne-Präparat wirkt anhaltend und hält Rate an Wiederkehr-Kopfschmerzen niedrig

BERLIN (grue). Ein Jahr nach der Markteinführung von Frovatriptan haben Patienten und Ärzte in einer Umfrage dem Triptan gute Noten gegeben. Der Grund: Bei Migräne wirkt das Präparat schnell, stark und anhaltend.

Die Ergebnisse der Marktforschungsstudie des Unternehmens Berlin-Chemie bei 159 niedergelassenen Ärzten wurden vor kurzem bei einer Veranstaltung in Berlin vorgestellt. Die befragten Allgemeinmediziner und Internisten behandelten im Mittel 37 Patienten mit Migräne pro Quartal, die Neurologen doppelt so viele. Im Erhebungszeitraum Ende 2003 wurden bei Migräne zu 40 Prozent Triptane und zu 29 Prozent andere Analgetika einschließlich nichtsteroidaler Antirheumatika verordnet.

77 Prozent der Ärzte rezeptierten unter anderem auch Frovatriptan (Allegro®) und hatten mit der Substanz zu 85 Prozent gute oder überwiegend gute Erfahrungen gemacht. Die Kollegen lobten die im Vergleich zu anderen Triptanen lange Wirkdauer und die niedrige Rate an Wiederkehr-Kopfschmerzen. Sie berichteten zudem, daß die Patienten mit dem Triptan sehr zufrieden waren.

Für zwei von drei Patienten ist die völlige Schmerzfreiheit der wichtigste Faktor einer Kopfschmerztherapie, so ein Ergebnis der Untersuchung.

Außerdem soll das Präparat möglichst wenige unerwünschte Wirkungen haben und lange wirken. Diese Wünsche an ein ideales Kopfschmerzmittel nannten 486 Patienten , die von dem Neurologen Dr. Arne May von der Universitätsklinik Regensburg nach ihren Präferenzen befragt wurden.

"Dies steht im Widerspruch zur gängigen Auffassung, wonach bei Kopfschmerzen die Medikamentenwirkung vor allem schnell eintreten soll", sagte der Neurologe. Bei gleicher Effektivität und Verträglichkeit würden sich die Patienten im übrigen für ein Präparat entscheiden, dessen Wirkung früh einsetzt und lange anhält.

Solche Befragungen bildeten die Grundlage für künftige präferenzorientierte Kopfschmerzstudien, bei denen die Therapieakzeptanz eine größere Bedeutung habe. May: "Schließlich ist die subjektive Bevorzugung eines Medikamentes durch einen Patienten wichtig für die Therapieentscheidung."

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