Ärzte Zeitung, 05.05.2004

KOMMENTAR

Punktgenaue Triptan-Therapie

Von Gabriele Wagner

Ärzte wie auch ihre Migräne-Patienten kennen das Phänomen: Mal wirken Triptane, mal nicht. US-Kollegen liefern jetzt ein Rezept, wie die Ansprechrate auf eine Triptan-Therapie erhöht werden kann.

Wenn nämlich Patienten bei Migräne-Attacken auch Allodynien, etwa Schmerzen beim Haarewaschen oder Gesichteincremen bekommen, wirken Triptane nur, wenn sie gleich zu Attackenbeginn eingenommen werden. Empfehlen Sie Betroffenen deshalb, gleich bei ersten Anzeichen einer Attacke ein Triptan einzunehmen. Dann wirkt es auch wieder!

Professor Hans-Christoph Diener von der Uni Essen, einer der führenden Migräne-Spezialisten, hat diese kleine, aber feine Studie als eine der wichtigsten Migräne-Studien der vergangen zehn Jahre bewertet. Und das zu recht.

Denn viele Migräne-Patienten könnten von den neuen Erkenntnissen profitieren. Bisher gibt es noch nicht viele Daten zur Häufigkeit von Allodynien bei Migräne. Aber etwa in einer anderen kleinen Studie hatten 80 Prozent der 44 Migräne-Patienten eine assoziierte Allodynie.

Lesen Sie dazu auch:
Bei Migräne Triptan rasch nehmen!

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »