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Ärzte Zeitung, 28.07.2004

Bei perimenstrueller Migräne kann Frovatriptan Attacken vorbeugen

Studie zur Migräneprophylaxe mit Triptan / Mindestens jede zweite Frau blieb attackenfrei

PHILADELPHIA (gwa). Bei Menstruations-assoziierter Migräne (MAM) ist die Prophylaxe mit Frovatriptan eine gute Option. In einer Studie mit 443 betroffenen Frauen konnte mit dem Triptan die Inzidenz, Schwere und Dauer von Attacken signifikant im Vergleich zu Placebo reduziert werden. Das Medikament wurde sechs Tage lang eingenommen, beginnend zwei Tage vor der erwarteten MAM.

Bei perimenstrueller Migräne dauern Attacken oft länger, sind schwerer und weniger gut durch Akuttherapien beeinflußbar als Anfälle zu anderen Zeiten. Foto: DAK

MAM ist definiert als Migräne, die zwischen zwei Tagen vor bis vier Tage nach der Menstruation auftritt. Nach früheren Studien haben Betroffene längere Attacken, häufiger Wiederkehr-Kopfschmerzen und sprechen schlechter auf Akuttherapien an als bei Attacken zu anderen Zeiten.

Dr. Stephen D. Silberstein von der Thomas Jefferson Universität in Philadelphia und seine Kollegen prüften bei 443 Patientinnen mit MAM die Effektivität einer Migräneprophylaxe mit einem Triptan. Sie wählten dafür Frovatriptan, das mit 26 Stunden die längste Halbwertszeit aller Triptane hat (Neurology 63, 2004, 261).

Die Patientinnen der Placebo-kontrollierten Cross-over-Studie erhielten entweder Frovatriptan 2,5 mg (in Deutschland Allegro®) einmal oder zweimal täglich oder Placebo. Die Studie umfaßte drei Monatszyklen. Die Patientinnen wandten pro Zyklus jeweils eines der drei Therapie-Regime an. Jede Patientin begann mit der Einnahme zwei Tage, bevor jeweils MAM erwartet wurde.

Ergebnis: 67 Prozent der Patientinnen hatten mit Placebo Attacken. Mit Frovatriptan 2,5 mg einmal täglich hatte jede zweite keine MAM, mit zweimal täglich 2,5 mg blieben sogar 59 Prozent migränefrei. Auch die Dauer und Schwere der Attacken wurden mit beiden Triptan-Dosierungen signifikant im Vergleich zu Placebo reduziert.

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