Ärzte Zeitung, 12.10.2004

KOMMENTAR

Plädoyer für frühe Triptan-Therapie

Von Ulrike Maronde

Für Patienten mit mittelschweren und schweren Migräneattacken sind Triptane die Mittel der ersten Wahl. Wie Studien, aber auch die Erfahrungen in der Praxis gezeigt haben, sind viele Patienten zwei Stunden, nachdem sie ein Triptan angewendet haben, schmerzfrei - zumindest erfahren die meisten eine deutliche Linderung dieser quälenden Schmerzen.

Wie aus neuen Untersuchungen zur Pathophysiologie der Migräne hervorgeht, kommt es offensichtlich sehr auf den Zeitpunkt an, zu dem diese Medikamente eingesetzt werden: nämlich so früh wie möglich, um die Schmerzweiterleitung im trigeminalen System zu unterbinden. Das bedeutet für die Patienten, daß sie ein Triptan schon bei leichten Migräne-Kopfschmerzen anwenden und nicht abwarten sollten, bis die Symptomatik voll ausgeprägt ist.

Daß dieses neue Konzept aufgeht, ist in Studien belegt. Durch die frühzeitige Triptananwendung werden im Vergleich zur späteren Einnahme signifikant mehr Patienten nach einer und zwei Stunden schmerzfrei. Auch die Rate an Wiederkehrkopfschmerzen, also das erneute Auftreten der Schmerzen innerhalb von 24 Stunden, ist bei der frühen Therapie deutlich geringer. Darauf sollten Sie Ihre Migräne-Patienten hinweisen!

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Frühzeitig mit Triptan zu beginnen, erhöht Therapieerfolg

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