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Frisch gepreßtes Olivenöl wirkt wie Schmerzmittel

PHILADELPHIA (dpa). Frisch gepreßtes Olivenöl wirkt ähnlich wie ein Schmerzmittel: Es enthält eine entzündungshemmende Substanz, die auf gleiche Weise arbeitet wie der Wirkstoff Ibuprofen.

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Gegen akute Schmerzen eigne sich das Olivenöl wegen der geringen Wirksamkeit des Inhaltsstoffs Oleocanthal zwar nicht, möglicherweise beuge der regelmäßige Verzehr aber - wie Ibuprofen  - bestimmten Krebsarten und Herz-Kreislauf-Leiden vor, berichtet ein US-Forscherteam heute in "Nature" (437, 2005, 45).

Ausgangspunkt für seine Untersuchung war die Beobachtung, daß frisch gepreßtes Olivenöl wie Ibuprofen ein Brennen im Hals verursacht. Seit vier Jahrzehnten ist bekannt, daß ein solches Empfinden bei bestimmten Substanzen mit deren pharmakologischer Aktivität korreliert. Dr. Gary Beauchamp aus Philadelphia in Pennsylvania und seine Mitarbeiter identifizierten daraufhin im Öl Oleocanthal als Auslöser.

Oleocanthal hemmt wie Ibuprofen Cyclooxygenasen, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind. 50 Gramm Olivenöl am Tag hätten etwa zehn Prozent der Wirkung einer Ibuprofen-Dosis für Erwachsene, so die Forscher. Das sei zu wenig, um etwa Kopfschmerzen zu vertreiben. Mit Oleocanthal sei aber vermutlich eine Erklärung für die gesundheitsfördernde Wirkung der mediterranen Diät mit viel Olivenöl gefunden.

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