Ärzte Zeitung, 11.12.2007

Weniger Migräne dank Biofeedback

MARBURG (eis). Biofeedback kann Migräneattacken ebenso wirksam vorbeugen wie Entspannungstechniken und medikamentöse Therapien. Das belegt eine aktuelle Meta-Analyse.

Nach elf Sitzungen reduzierte Biofeedback deutlich Häufigkeit und Dauer der Migräneanfälle sowie Depressionen und Ängstlichkeit. Das berichten Forscher von der Universität Marburg (Pain 128, 2007, 111). Gut geeignet ist das so genannte Blutvolumenpuls-Feedback. Dabei lernen Patienten, die Schläfenarterie durch ihren Willen zu verengen oder zu erweitern. Patienten stellen sich dazu vor, etwa in eine Zitrone zu beißen oder Eiswürfel auf ihre Schläfe zu legen.

Beim Biofeedback registrieren Sensoren Verspannungen in Muskeln oder Blutfluss in Arterien. Ein Computer übersetzt die Signale in Bilder oder Töne. Das hilft Patienten zu lernen, wie sie die Körperfunktionen beeinflussen können.

Zur Migräneprophylaxe wirkt Biofeedback nicht besser als andere Verfahren. Wegen des Aufwands ist es daher nur für Patienten sinnvoll, die etwa von Entspannungsverfahren nicht profitieren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »