Rückenschmerzen sind bei Kindern häufig

BADEN-BADEN (ner). Die Prävalenz von Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen nimmt noch immer zu. Besonders betroffen ist die Altersgruppe zwischen 12 und 15 Jahren. Gründe sind vor allem langes Sitzen, wenig Bewegung, aber auch sehr intensives Sporttraining.

Veröffentlicht:

Darauf hat Dr. Nicola Ihme aus Aachen bei der Jahrestagung der Vereinigung süddeutscher Orthopäden in Baden-Baden hingewiesen. Weitere Gründe für die Zunahme der Rückenschmerzen in dieser Altergruppe seien das Tragen von schweren Schulranzen sowie Rauchen, was mit einer Bandscheiben-Degeneration einhergehen könne.

Mädchen seien, so die Orthopäden der Universitätsklinik in Aachen, eher von Rückenschmerzen betroffen. Auch eine positive Familienanamnese korreliere mit dem vermehrten Auftreten von Rückenschmerzen. Uneinheitliche Studienergebnisse gebe es bei der Bedeutung des Muskelstatus, eines erhöhten Körpergewichts oder des Ausmaßes der Wirbelsäulenbeweglichkeit.

Einzelmaßnahmen zur Linderung der Rückenschmerzen brächten nichts, hieß es auf der Tagung. So berichtete ein Orthopäde aus Bad Pyrmont von einer Schule, in der bekannte Forderungen nach ergonomischen Möbeln und Schränken für die Schultaschen umgesetzt worden sind, so daß die Schüler keine Taschen tragen müssen. Er habe den Eindruck, die Rückenschmerzen hätten danach zugenommen.

Nach Ihmes Ansicht kann von solchen punktuellen Veränderungen keine prinzipielle Verbesserung erwartet werden. Es fehle an ausreichender Bewegung. Erneut wurde der oft mangelhafte Sportunterricht an Schulen kritisiert.

Es müsse mindestens dreimal pro Woche Schulsport angeboten werden. Jedoch registriere man bereits bei den Schuleignungsprüfungen eine zunehmende Verschlechterung der motorischen Fähigkeiten. Daher müsse die Prävention bereits vor dem Grundschulalter einsetzen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Phenylketonurie – Phenylalanin-Zielwerte und Monitoring während der Lebensphasen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [2, 3]

Enzymersatztherapie der Phenylketonurie

Pegvaliase: anhaltendes Ansprechen, flexiblere Ernährung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Kronberg am Taunus
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik

Patient mit juckendem Ausschlag: Irrwege bis zur richtigen Diagnose

Lesetipps
Eine Frau sitzt vor ihrem Laptop und leidet unter einer Hitzewallung

© Diane Diederich / Getty Images / iStock

Cochrane-Review

Wechseljahre: Das sind die Vorteile und Risiken der oralen Hormontherapie

Nur noch Kerzen erleuchten die Fenster eines Wohnhauses in Berlin. Nach dem Brand einer Kabelbrücke sind im Südwesten tausende Haushalte und Betriebe ohne Strom.

© Carsten Koall/dpa

Update

Praxen im Südwesten betroffen

Wieder Stromausfall in Berlin: Kollege Sommer berichtet von seinen Erfahrungen

Eine Frau hält ihrem bettlägerigen Mann die Hand.

© openlens / Stock.Adobe.com

Fünf Szenarien durchgespielt

Was bei einem palliativmedizinischen Notfall Priorität hat