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Ärzte Zeitung, 24.06.2005

Etoricoxib hilft Patienten mit langjährigem LWS-Schmerz

Signifikante Schmerzreduktion auf 100-Punkte-Analogskala / Ergebnisse von zwei randomisierten, Placebo-kontrollierten Studien vorgestellt

WIEN (gvg). Die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule ist notorisch schwierig. In zwei randomisierten, kontrollierten Studien konnte die Überlegenheit von Etoricoxib im Vergleich zu Placebo nachgewiesen werden.

Etwa jeder fünfte Erwachsene hat LWS-Beschwerden. Daran hat Professor Marc Hochberg von der Universität Maryland in den USA beim Rheumatologen-Kongreß in Wien erinnert. Etwa die Hälfte davon hätten ihre Beschwerden schon mehr als zehn Jahre, so Hochberg.

Die therapeutischen Optionen bei LWS-Beschwerden sind bekanntlich unbefriedigend. Für die meisten medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapieverfahren, die bei LWS-Schmerzen eingesetzt werden, gebe es wenige oder keine überzeugenden klinischen Studien, so Professor José Antonio Pereira da Silva von der Universität Coimbra in Portugal.

Eine der Ausnahmen sei der selektive Cycloxygenase-II-Hemmstoff Etoricoxib (Arcoxia®). Die bisher zur Therapie bei Arthrose, rheumatoider Arthritis und Gichtarthritis zugelassene Substanz wurde bei 319 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen mit einer Placebo-Behandlung verglichen. Die Schmerzen bestanden im Mittel seit elf Jahren.

Bei gleicher Ausgangssituation hätten die mit 60 mg Etoricoxib behandelten Patienten auf einer 100-Punkte-Analogskala nach vier Wochen eine um 13 Punkte und nach zwölf Wochen eine um 10 Punkte niedrigere Schmerzintensität angegeben als die Placebo-Patienten, so da Silva bei einem vom Unternehmen MSD unterstützten Symposium beim Europäischen Rheumatologen-Kongreß in Wien. Der Unterschied war jeweils statistisch signifikant.

Ein ähnliches Ergebnis hat eine Studie aus New Jersey in den USA gebracht, bei der 325 Patienten an 46 Zentren drei Monate lang mit Etoricoxib oder Placebo behandelt wurden. Auch hier gaben die mit 60 mg Etoricoxib behandelten Patienten nach vier Wochen eine um 15 Punkte geringere Schmerzintensität an als die Patienten mit Placebo.

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