Analgesie

CT-Steuerung hilft Rückenschmerz-Patienten

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HAMBURG. Über 80 Prozent der Patienten mit chronischen Rückenschmerzen können von CT-gesteuerten Kortison-Injektionen profitieren, hat eine beim Röntgenkongress in Hamburg präsentierte Studie ergeben.

Nach drei Monaten waren die Beschwerden bei 90 Prozent der Patienten mit radikulären Schmerzen auf der eingesetzten Schmerzskala um mindestens drei Punkte gebessert. Bei pseudoradikulären Schmerzen lag die Erfolgsquote bei 84 Prozent.

Der Euskirchener Neuroradiologe Dr. Ulrich von Smekal hat eine prospektive Studie initiiert, in der 320 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen CT-geführt individuell behandelt wurden, wird in einer Mitteilung zum Kongress berichtet.

Injiziert wurden jeweils 40mg Triamcinolon, teilweise kombiniert mit dem Lokalanästhetikum Bupivacain. Die Auswertung erfolgte zu Beginn der Therapie und drei Monate nach Therapieende. Dabei wurden unter anderem die Intensität der Beschwerden, die Schmerzmedikation und die Arbeitsfähigkeit erfasst.

"Das Kernergebnis ist, dass mehr als acht von zehn Patienten von der individuellen, CT-geführten Therapie profitiert haben", betont von Smekal in der Mitteilung.

Auch die Arbeitsfähigkeit wird durch die Behandlung oft wiederhergestellt: "Vor Therapie war jeder Dritte erwerbstätige oder arbeitssuchende Patient vorübergehend arbeitsunfähig. Drei Monate nach der Behandlung waren zwei Drittel dieser Patienten wieder arbeitsfähig", wird von Smekal zitiert.

Von Smekal betont, dass die CT-geführte Schmerztherapie stets eingebettet sein muss in ein Gesamtkonzept mit unter anderem Physiotherapie und Änderungen des Verhaltens.

Er fordert in der Mitteilung, die uneingeschränkte Abrechenbarkeit der CT-geführten Schmerztherapie wieder zu ermöglichen, damit auch Kassenpatienten von dieser effektiven und schonenden Behandlung profitieren können. (eb)

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