Ärzte Zeitung, 10.09.2004

Hyaluronsäure hilft Golfern mit Arthrose im Zeh

LONDON/ONTARIO (ner). Hyaluronsäure kann die Spielergebnisse älterer Golfer womöglich deutlich verbessern. Zumindest wenn eine Arthrose im Großzehengrundgelenk die Beweglichkeit beschränkt.

In der Behandlungsphase nahm die Anzahl der Golf-Sessions pro Woche von drei auf durchschnittlich vier bis fünf zu. Foto: dpa

Die wöchentliche Injektion von Hyaluronsäure in das erste Metatarsophalangeal-Gelenk bei 47 männlichen Golfern führte zu einer signifikanten Schmerzminderung sowohl in Ruhe als auch unter Belastung, berichten Dr. Robert J. Petrella und Dr. Anthony Cogliano von der University of Western Ontario in London, Kanada, in "The Physician and Sportsmedicine" (32, 2004, 41).

Den Probanden war es vor und während der Studie nicht erlaubt, nicht-steroidale Antirheumatika einzunehmen, abgesehen von Acetylsalicylsäure zur kardiovaskulären Prophylaxe. Nicht-pharmakologische Selbstbehandlungen mit Eis, Orthesen oder Kompression waren dagegen gestattet.

Bei den wöchentlichen Visiten mußten die Golfer unter anderem zehn Meter auf Zehenspitzen laufen und danach ihre Schmerzen auf der visuellen Analogskala angeben. Woche für Woche nahmen die Schmerzen ab mit einem Maximum in der 16. Behandlungswoche. Auch die Beweglichkeit der großen Zehe nahm signifikant um durchschnittlich 22 Grad zu.

In der Behandlungsphase beobachteten Petrella und Cogliano keine unerwünschten Wirkungen. Und: Die Anzahl der Golf-Sessions pro Woche nahm von drei auf durchschnittlich vier bis fünf zu.

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