Ärzte Zeitung, 26.08.2005

Abspecken unterstützt die Arthrose-Therapie

Neue Studie bei Patienten mit Kniegelenksarthrose

SYDNEY (FHV). Bei der Behandlung von dicken Patienten mit Knieschmerzen aufgrund einer Arthrose ist die Reduktion des Körpergewichts eine wichtige Behandlungsoption, wie jetzt eine dänische Studie bestätigt.

Bei der beim Welt-Schmerz-Kongreß in Sydney vorgestellten Studie nahmen 89 Patienten mit Gonarthrose ein Jahr lang an einem von verschiedenen angebotenen Diätprogrammen teil. Dieses Programm verhalf den übergewichtigen Patienten zu einer mittleren Gewichtsabnahme von elf Kilogramm.

Der Therapieerfolg auf die Knieschmerzen wurde mit dem WOMAC-Osteoarthritis-Index bestimmt, einem Score von 0 bis 500 mm, mit dem Schmerz und Gelenkfunktion beurteilt werden. Das Akronym steht für "Western Ontario and McMasters OsteoArthritis".

Die Auswertung der Daten nach einem Jahr ergab eine durchschnittliche Verbesserung des Scores um 38 mm und damit etwa 3 mm pro Prozent Gewichtsreduktion.

Die diätetischen Maßnahmen waren somit sogar effizienter als die bei einer Metaanalyse errechnete Linderung der Beschwerden durch alleinige Verabreichung von Glucosamin, wie der Studienleiter Professor Henning Bliddal vom Frederiksberg Hospital in Kopenhagen berichtete. Das Ausmaß der Verbesserung habe etwa dem entsprochen, was mit einer Physiotherapie erreicht werde.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »