Ärzte Zeitung, 02.03.2006

Erbsenbein-Op macht Tennisspiel wieder möglich

STARNBERG (ner). Eine Arthrose des Erbsenbeins kann Ursache von Handbeschwerden bei Schlägersportarten sein. Drei bis vier Monate nach operativer Entfernung des Erbsenbeins sei Tennis- oder Golfspielen meist wieder beschwerdefrei möglich, so der Handchirurg Dr. Michael Strassmaier aus Starnberg.

Beim Umfassen des Griffs eines Tennis- oder Golfschlägers gelangt die Hauptkraft über den dritten und vierten Finger in das Handgelenk. Dabei wird der ulnopalmare Handgelenksanteil belastet, besonders das Os pisiforme (Erbsenbein), wie Strassmaier sagt (Orthopädie & Rheuma 6, 2005, 31).

Die Patienten klagen über Schmerzen und Schwellungen in diesem Bereich sowie Verstärkung der Beschwerden bei Extension und Radialabduktion des Handgelenks. Zudem läßt sich ein lokaler Druckschmerz auslösen.

Sei die Arthrose radiologisch gesichert, eventuell auch mit Magnetresonanztomographie, könne ein einmaliger Therapieversuch mit einer Kortikoid-Injektion unter das Os pisiforme mit anschließender zweiwöchiger Ruhigstellung unternommen werden, so Strassmaier.

Ansonsten ergebe die operative Entfernung des Erbsenbeins mit dreiwöchiger Ruhigstellung sowie sechswöchiger Schonung gute bis sehr gute funktionelle Ergebnisse.

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