Coxib verhindert Rezidive von Darm-Adenomen

NEU-ISENBURG (hub). Celecoxib senkt die Rate kolorektaler Adenome. Die Zahl kardiovaskulärer Ereignisse steigt allerdings.

Veröffentlicht:

3600 Patienten mit Dickdarm-Adenom wurden in zwei Studien einbezogen (NEJM 355, 2006, 873 und 885). Sie erhielten Placebo, 200 mg, 400 mg Celecoxib zweimal täglich oder 400 mg einmal am Tag. Die Rezidivraten waren in der dreijährigen Beobachtung bei Patienten mit Cox-2-Hemmer um etwa die Hälfte niedriger als mit Placebo, unabhängig von der Dosis.

So hatten in einer der Studien 18,5 Patienten mit Coxib ein Rezidiv, aber 29 Prozent mit Placebo. Im Vergleich zu Placebo gab es aber bei Patienten mit Coxib etwa doppelt so viel kardiovaskuläre Ereignisse - etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Im Editorial zu den beiden Studien folgern die Autoren, daß mit Celecoxib zwar die Rate kolorektaler Adenome geringer sei als mit Placebo. Wegen der häufiger auftretenden kardiovaskulären Ereignisse sei das Coxib jedoch nicht zur Chemoprävention bei Patienten mit nicht-familiären Darm-Adenomen geeignet.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kanadische Kohortenstudie

Belastende Nichtgelenkschmerzen bei rheumatoider Arthritis

Retrospektive Analyse

Knie-TEP: Bei wem ist das Risiko für Instabilität erhöht?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Abb. 2: Schneller Wirkeintritt von Naldemedin im Vergleich zu Placebo in den Studien COMPOSE-1 und COMPOSE-2

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [15]

Opioidinduzierte Obstipation

Selektive Hemmung von Darm-Opioidrezeptoren mit PAMORA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Viatris-Gruppe Deutschland (Mylan Germany GmbH), Bad Homburg v. d. Höhe
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar

Lesetipps
Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!