Ärzte Zeitung, 21.01.2009

Ja zum Sport nach Implantation von Hüftendoprothese

MURNAU (hub). Häufig bestehen noch Bedenken zu sportlichen Aktivitäten nach Hüftendoprothesen-Op. So gebe es Studien, in denen ein Zusammenhang zwischen vermehrtem Abrieb und Prothesenlockerung belegt wurde. Andere Studien ergaben, dass sportliche Aktivität die Lockerungsrate sogar verringere, schreiben Dr. Stefan Simmel von der BG-Unfallklinik Murnau und seine Kollegen (Dt Z Sportmed 11, 2008, 268).

Um zu erfahren, welche Sportarten für die Patienten geeignet sind, wurden 17 erfahrene Operateure befragt. Alle erhielten eine Liste von 36 Sommer- und 10 Wintersportarten. Wandern, Nordic Walking, Schwimmen und Radsport auf der Straße erhielten hohe Zustimmungsraten, wurden als besonders geeignet angegeben. Bergwandern, Golfen, Segeln, Skilanglauf und Skitouren sowie Kegeln wurden als eher geeignet eingestuft. Ballsportarten und Leichtathletik gelten als nicht geeignet. Und Kampfsportarten werden als überhaupt nicht geeignet abgelehnt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »