Ärzte Zeitung, 15.11.2012

Blutegel

Option für Patienten mit Arthrose

MANNHEIM. Bei mindestens mittlerer Effektstärke auf Schmerz und Funktion und dem Fehlen schwerwiegender Nebenwirkungen kann die Blutegeltherapie bei Kniearthrose durchaus empfohlen werden.

Zu diesem Schluss kommen Forscher um Dr. Romy Lauche von der Uni Duisburg-Essen. Sie haben alle verfügbaren Studien zur Anwendung von Blutegeln bei Kniearthrose unter die Lupe genommen, und in einer Analyse letztlich eine nichtrandomisierte und drei randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 237 Patienten berücksichtigt.

Die Ergebnisse wurden aus Anlass des Schmerzkongresses in Mannheim präsentiert (Der Schmerz 2012, 26, Sonderheft 1: 81).

Die Blutegeltherapie soll Stauungszustände beseitigen, ihr Speichel enthält entzündungshemmende Substanzen. (mal)

[15.11.2012, 08:49:54]
Armin Fischer 
Kombination sinnvoll
Eine Blutegel-Therapie ist durchaus geeignet, die mittelfristige Schmerzsituation durch ihre entzündungshemmende Wirkung zu lindern. Als sinnvoller erachte ich einen Therapiemix mit einer kausalen Bewegungs-Therapie durch einen Gelenkexpander, der den oftmals fehlenden Gelenkspalt wieder ein Stück weit öffnet, so dass sich die zur Ernährung des Knorpels dringend erforderliche Gelenkflüssigkeit wieder einlagern kann. Zusammen mit entzündungshemmenden Maßnahmen ist eine deutliche Verbesserung der Schmerzsituation auch langfristig zu erwarten.  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »