Ärzte Zeitung, 23.03.2004

Tips zur Therapie beim engen Spinalkanal

MÜNCHEN (ner). Beim Syndrom des engen Spinalkanals können durch kombinierte physikalische und Arznei-Therapien Schmerzen reduziert werden. So können die meist älteren Patienten ihre Alltagsaktivitäten beibehalten.

Bei mehr als 90 Prozent der Patienten geht die Enge im Spinalkanal auf degenerative Veränderungen der Bandscheiben und Wirbelkörper sowie resultierende Mikroinstabilitäten mit Retro- oder Pseudogleiten der Wirbelkörper zurück, so Professor Gerold Stucki von der Klinik von der Uni München.

Die Patienten betreten oft breitbeinig und leicht nach vorne geneigt das Behandlungszimmer. Charakteristisch sei etwa das Fehlen von Rückenschmerzen beim längeren Sitzen, berichtet Stucki (Orthopäde 32, 2003, 865).

Er empfiehlt eine krankengymnastische Entlordosierung der Wirbelsäule sowie die Kräftigung der Bauchmuskulatur, um das Becken aufzurichten. Ein Bandscheibenvorfall könne zum Teil mit Wirbelsäulentraktionen rückverlagert werden. Hinzu kommen milde Wärme und detonisierende Massagen. Analgetika sollten nach dem dreistufigen WHO-Schema verordnet werden.

Infiltrationen an Nervenwurzeln, kleinen Wirbelgelenken oder in den Hiatus sacralis seien umstritten, aber lindern bisweilen zufriedenstellend die Symptome. Zur Steigerung der Fitneß spricht sich Stucki für Wassergymnastik, Rückenschwimmen oder Fahrradfahren aus.

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