Ärzte Zeitung, 22.07.2005

Molekulare Stoßdämpfer machen die Knochen elastisch

Erklärungsmodell für die Widerstandskraft der Knochen: Verbindungselemente dämpfen Aufprall. Quelle: Hansma Lab, UCSB

Das Rasterkraftmikroskop zeigt die Verbindungselemente, die die Knochenfibrillen elastisch vernetzen. Quelle: Hansma Lab, UCSB

SANTA BARBARA (acr). Elastische Fäden halten die Knochen zusammen und machen sie widerstandsfähig gegen Brüche.

Dies berichtet eine interdisziplinäre Forschergruppe der Universität Santa Barbara in Kalifornien in der Online-Ausgabe von "Nature Materials".

Sie entdeckten in der Mikrostruktur der Knochen fadenähnlichen Verbindungselemente. Diese liegen zusammengezogen zwischen den Knochenfibrillen, mineralisierten Kollagenfasern, die für die Festigkeit der Knochen sorgen.

Bei stoßartigen Belastungen werden die Verbindungsfäden gedehnt, denn die Knochenfibrillen treiben auseinander.

Anschließend kehren Fibrillen und Verbindungen in ihre ursprüngliche Position zurück.

Das Team um Georg E. Fantner verwendete ein Rasterkraftmikroskop, das im Bereich von Nanometern (nm) arbeitet, um die dreidimensionale Knochenstruktur darzustellen.

Die Forscher hoffen nun, daß die Verbindungselemente genau identifiziert werden können und sich daraus neue Therapien für Osteoporose sowie altersbedingten Knochenabbau ergeben.

Info: www.ia.ucsb.edu, "public affairs", "featured news"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »