Ärzte Zeitung, 14.12.2005

Jeder zehnte Alte stirbt kurz nach Hüftfraktur

NOTTINGHAM (ikr). Die Sterberate bei alten Patienten mit Hüftfraktur ist hoch: Nahezu zehn Prozent von ihnen sterben innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Ereignis und 33 Prozent innerhalb eines Jahres, wie eine britische Studie ergeben hat.

In der Studie haben Professor Christopher G. Moran aus Nottingham und sein Team 2448 Patienten (60 bis 103 Jahre) untersucht, die eine Hüftfraktur erlitten hatten und deswegen operiert werden mußten (BMJ online vom 9. Dezember).

231 von ihnen starben binnen 30 Tagen und 747 innerhalb eines Jahres. Besonders hoch war - wie erwartet - die Sterberate bei Patienten mit postoperativen Komplikationen. Die häufigsten Komplikationen waren Herzinsuffizienz (akutes Linksherzversagen) und Bronchopneumonie.

Von den 215 Patienten mit Bronchopneumonie starben 43 Prozent binnen 30 Tagen und von den 119 Patienten mit Herzinsuffizienz 65 Prozent.

Pro Jahr erleiden in Deutschland etwa 130 000 Menschen eine Hüftfraktur, etwa 20 000 sterben an den Folgen. Die meisten der Betroffenen haben Osteoporose.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »