Ärzte Zeitung, 11.10.2006

Steroide helfen nur kurzfristig bei Tennisellbogen

ST. LUCIA (dpa). Patienten mit Tennisellbogen haben mit Physiotherapie auf Dauer bessere Heilungschancen als mit Steroid-Injektionen oder bei Zuwarten. Das belegt eine Studie aus St. Lucia in Australien.

Ein Forscherteam von der Universität Queensland hat bei Patienten mit Tennisellbogen drei Ansätze getestet: Abwarten, Steroid-Injektionen und Physiotherapie.

Sechs Wochen nach Studienbeginn hatten die Injektionen am besten gewirkt. In dieser Gruppe hatten sich die Beschwerden bei 78 Prozent der Patienten gebessert, in der Physiotherapiegruppe bei 65 Prozent und mit Abwarten bei 27 Prozent der Patienten (BMJ 29, 2006, online).

Nach einem Jahr jedoch waren in der Injektionsgruppe die Beschwerden am häufigsten wiedergekehrt. Patienten dagegen, die eine Physiotherapie oder gar keine Behandlung erhalten hatten, klagten kaum noch über Beschwerden oder waren sogar komplett genesen.

"Man sollte Patienten mit Tennisellbogen versichern, daß sich ihr Zustand mit Physiotherapie und ergonomischer Beratung meist langfristig bessert", so Dr. Bill Vicenzino aus Queensland.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »