Rheuma

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 11.10.2011

Kommentar

Das alltägliche Dilemma

Von Marlinde Lehmann

In ihrer Leitlinie "Brustschmerz" bringt die DEGAM, die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin, die Situation von Hausärzten auf den Punkt.

Ja, bei Brustschmerz-Patienten einen Infarkt nicht zu erkennen, ist bedrückend. Ja, es ist korrekt, von einem Dilemma der Primärversorgung zu sprechen, von einer Gratwanderung zwischen den Forderungen, keine ernsthafte Krankheit zu übersehen und gleichzeitig Überdiagnostik und -therapie zu vermeiden.

Genauso wie es korrekt ist, darauf hinzuweisen, dass immer wieder Fehler passieren. Menschliche Bewertungen und Einschätzungen haben nun einmal keine 100prozentige Sensitivität und Spezifität. Korrekt ist aber auch der Hinweis: Gerade Hausärzte sind Spezialisten der erlebten Anamnese.

Das heißt: Je länger sie Patienten kennen, um so zuverlässiger können sie ihre Angaben und Selbsteinschätzungen beurteilen. Korrekte und schnelle Diagnosen sind also durchaus dieser besonderen Fähigkeit von Hausärzten zu verdanken.

Hausärzte, die die Leitlinie zur Hand nehmen, finden sich bestätigt, lesen weiter: Beste Bedingungen für die DEGAM, in puncto "Brustschmerz" bei der Primärversorgung etwas zu bewegen, etwas zu verbessern.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Brustschmerz leicht einschätzen - mit dem Marburger Herz-Score

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »