Ärzte Zeitung, 05.12.2011

Hohes Risiko: Schlapp auf der Ski-Piste

Schwache Kondition ist auf der Skipiste ein großes Risiko

Mindestens zwei Monate sollte man vor alpinem Skisport Koordination, Kraft und Ausdauer trainieren.

Von Privatdozent Tomas Jelinek

In den Alpenländern gehen in der kalten Jahreszeit 20 bis 30 Millionen Wintersportler ihrem Hobby nach. Etwa 49.000 Deutsche haben sich in der Saison 2008/2009 beim alpinen Skisport verletzt, 7000 mussten stationär behandelt werden, wie eine Statistik der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) ergeben hat.

Da etwa 70 Prozent der Skiunfälle durch Fehlverhalten aufgrund von Konditionsschwächen zustande kommen, ist vor dem Skiurlaub ein Training zur Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Koordination und der Ausdauer zu empfehlen. Hiermit sollten Wintersportler mindestens zwei Monate vor dem Skiurlaub beginnen.

Über zehn Prozent der Verletzungen im alpinen Skisport betreffen den Kopf, deshalb ist das Tragen eines Schutzhelms dringend zu empfehlen.

Ernährung schon vorher umstellen

Der Energiebedarf beim Wintersport ist hoch, aus diesem Grund sollte die Ernährung schon einige Tage vor dem Urlaub auf kohlenhydratreiche Kost umgestellt werden.

Ski- und Snowboardfahrer sollten außerdem viel trinken, da der Körper bei sportlicher Anstrengung in der kalten, trockenen Bergluft viel Flüssigkeit verliert. Alkoholische Getränke allerdings fördern die Auskühlung und beeinträchtigen die Reaktionsfähigkeit.

Zum Schutz vor Sonnenbrand sind fetthaltige Cremes mit hohem UV-A- und UV-B-Lichtschutzfaktor 15 bis 25 sowie ein Sonnenschutz-Pflegestift für die Lippen zu empfehlen.

Auch die Augen müssen vor der Einwirkung der Sonnenstrahlung, die durch die Reflexion des Schnees noch verstärkt wird, durch eine Sonnen- oder Skibrille geschützt werden.

Eine Übersicht der zehn wichtigsten Pistenregeln unter www.pistenregeln.com/downloads/fis-ski-rules.pdf
Infos zur Reisemedizin: www.crm.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »