Direkt zum Inhaltsbereich

Sport nach Hüft-TEP: Implantat nicht entscheidend

VANCOUVER (EO). Ob und wie rasch ein Patient nach Hüft- oder Knie gelenkersatz-Op wieder Sport machen kann, hängt offenbar nicht vom Implantat und auch nicht vom gewählten Op-Verfahren ab.

Veröffentlicht:

Was zählt, sind einer kanadischen Studie zufolge vielmehr Faktoren, die den Patienten selbst betreffen: vor allem Alter, Geschlecht und BMI.

In der retrospektiven Studie wurden die Daten von 736 Patienten im Alter von 25 bis 93 Jahren ausgewertet, die sich verschiedenen Arthroplastieverfahren unterzogen hatten (Clin Orthop Relat Res 2012; 470: 555-561).

Als Maßstab für die wiedererlangte Aktivität diente der UCLA-Score. In diesem erreichten 12 Prozent der Patienten unmittelbar nach der Op den Referenzwert von mindestens 7 - dieser steht für ein Aktivitätsniveau, das etwa regelmäßigem Fahrradfahren entspricht.

Patientenseitige Faktoren entscheidend

Dieser Anteil stieg innerhalb des einjährigen Follow-up auf 37 Prozent. Dabei war es unerheblich, ob eine Metall-auf-Metall- oder Metall-auf-Polyethylen-Technik gewählt wurde, ob ein Oberflächenersatz oder eine totale Arthroplastie zum Einsatz kam und ob es sich um einen primären oder einen Revi sionseingriff handelte.

Sehr wohl eine Rolle spielten dagegen patientenseitige Faktoren. So waren jüngeres Alter, männliches Geschlecht und BMI in hohem Maße prädiktiv für das Erreichen eines UCLA-Werts von 7 und mehr, eben so das Aktivitätsniveau vor der Op.

Auch präoperative Schmerzen, gemessen mit dem WOMAC-Pain-Score, waren prognostisch aussagekräftig, jedoch nur für Hüftarthroplastien.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Informationskampagne

Wartezimmerplakate bieten Rheuma-Wissen to go

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter