Skoliose

Ein Implantat wächst mit

Schwere Formen einer Wirbelsäulenverkrümmung bei Kindern können jetzt mit einem mitwachsenden Implantat begradigt werden.

Veröffentlicht:

BERLIN. Ein neuartiges Implantat kann Kindern mit schwerer Skoliose viele Operationen ersparen, berichtet die Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Aufgrund des Wachstums zwischen dem dritten und zehnten Lebensjahr müssen Betroffene bisher alle sechs Monate operiert werden. Erstmals wurde jetzt in der Charité ein Kind mit dem mitwachsenden System versorgt.

Damit muss im Idealfall nur zweimal operiert werden: zur Implantation und nach Beendigung des Wirbelsäulenwachstums.

Bei der Op werden zunächst am oberen und unteren Ende der Krümmung der Wirbelkörper Schrauben eingebracht. Diese enthalten Öffnungen, durch die dann ein Stab eingesetzt wird. Die Wirbelsäule kann dann an diesem Stab entlang in gesunder Form weiterwachsen.

Das System ist für Kinder zwischen drei und zehn Jahren zugelassen. An Skoliose leiden rund 800.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland. Schwere Verkrümmungen bedingen erhebliche Gesundheitsgefahren, weil in Brust- und Bauchhöhle der Platz für die Organe nicht reicht. Jährlich müssen daher etwa 230 Kleinkinder mit Skoliose operiert werden. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie ticken Menschen mit Autismus, Prof. Freitag?

Lesetipps
Ein Impfbuch.

© Axel Bueckert / stock.adobe.com

Robert Koch-Institut

Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick

Ein Mann sitzt vor einem Laptop und hat die Website von ChatGPT geöffnet.

© Frank Rumpenhorst/dpa

KI verweigert Assistenz beim Suizid

Fallbeispiel: ChatGPT empfahl ärztliche Hilfe bei Psychose

Männer spielen Beachvolleyball

© LuneVA/peopleimages.com / stock.adobe.com

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?