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Tennisellenbogen

Teilsieg für plättchenreiches Plasma

Wenn eine Epicondylopathia radialis humeri herkömmlichen Behandlungsmethoden widersteht, könnte die Infiltration von plättchenreichem Plasma eine Alternative zur Operation sein.

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Außer Niederlagen fürchten Tennisspieler den chronischen Tennisellenbogen.

Außer Niederlagen fürchten Tennisspieler den chronischen Tennisellenbogen.

© Photos.com PLUS

MENLO PARK. Wenn eine Epicondylopathia radialis humeri herkömmlichen Behandlungsmethoden widersteht, könnte die Infiltration von plättchenreichem Plasma eine Alternative zur Operation sein.

In einer Studie gingen die Beschwerden daraufhin stärker zurück als nach der Infiltration eines Lokalanästhetikums.

Die im aktuellen "American Journal of Sports Medicine" vorgestellte Studie ist die dritte, die mit Thrombozyten angereichertem Plasma (Platelet-Rich Plasma, PRP) einen Nutzen beim Tennisellenbogen attestiert (Am J Sports Med 2013; online 3. Juli).

Bei den Studienteilnehmern hatten seit mindestens drei Monaten Beschwerden bestanden, die auf konventionelle Therapien nicht angesprochen hatten.

Nach Applikation eines Lokalanästhetikums war ihnen entweder PRP (n = 116) oder Bupivacain (n = 114) in die Sehne des Extensor carpi radialis brevis und das umgebende Gewebe gespritzt worden.

Weniger Druckschmerz empfunden

Das PRP wurde vor Ort aus venösem Vollblut hergestellt, es war mit Leukozyten angereichert und nicht aktiviert (Typ-1-PRP). Wer welche Therapie bekommen hatte, war Patienten und Untersuchern nicht bekannt.

Die Schmerzen bei Handgelenksstreckung gegen einen Widerstand, gemessen mit der visuellen Analogskala (VAS), besserten sich in der PRP-Gruppe stärker als in der Kontrollgruppe. Der Rückgang betrug 55,1% vs. 47,4% (p = 0,094) nach zwölf Wochen und 71,5% vs. 56,1% (p = 0,027) nach 24 Wochen.

Zu beiden Zeitpunkten klagten signifikant weniger Patienten über Druckschmerzhaftigkeit des Ellenbogens (37% vs. 48% bzw. 29% vs. 54%). Gemäß den vorab definierten Erfolgskriterien war die PRP-Therapie allerdings nicht signifikant wirksamer als das Lokalanästhetikum.

Eine mehr als 25%ige Reduktion des VAS-Scores bei der letzten Untersuchung, die nach zwölf oder nach 24 Wochen erfolgte, erreichten 63,4% der PRP-Patienten und 54,0% der Kontrollpatienten (p= 0,139).

Nur wenn man sich auf die Patienten mit 24-wöchigem Follow-up beschränkte (n = 119), war eine signifikante Überlegenheit der PRP-Therapie zu erkennen ( 83,9% vs. 68,3%, p = 0,012).

Komplikationen traten mit keiner der beiden Behandlungen auf. Am häufigsten klagten die Patienten über Schmerzen, zwei PRP-Patienten über mehrtägige starke Schmerzen.

Damit liegen jetzt aus drei Studien mit insgesamt 350 Patienten positive Daten zum Einsatz von PRP vor.

Behandlung ähnliche Erfolgsquote als Operation

"Aufgrund dieser Daten kann jetzt empfohlen werden, Patienten mit chronischem Tennisellenbogen mit Typ-1-PRP zu behandeln, bevor eine Operation in Erwägung gezogen wird. Die Behandlung hat eine ähnliche Erfolgsquote bei geringeren Kosten und geringerem Risiko", so die Einschätzung der Studienautoren um Dr. Allan K. Mishra vom Stanford University Medical Center in Kalifornien.

Allerdings würde der Erfolg der Behandlung sich möglicherweise erst nach zwölf Wochen einstellen und sei nur für die von ihnen erprobte PRP-Präparation und -Applikationstechnik gesichert. (bs)

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