Direkt zum Inhaltsbereich

Thoraxschmerz

DKG will europäisches CPU-Netzwerk

Veröffentlicht:

BERLIN. Generelles Ziel einer Chest Pain Unit (CPU) ist es, einen akuten oder neu aufgetretenen unklaren Thoraxschmerz rasch abzuklären. Um bundesweit einen einheitlichen Standard einzuführen, zertifiziert die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) die Zentren.

Wichtige Mindestanforderungen sind dabei: Es werden wenigstens vier Überwachungsplätze 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr vorgehalten und die Transferzeit in ein Herzkatheter-Labor beträgt weniger als 15 Minuten, betont die DGK in einer Mitteilung zu ihrer Pressekonferenz in Berlin.

"Mit der zweihundertsten zertifizierten CPU wurde 2014 ein weiterer wichtiger Schritt zur besseren Versorgung von Patienten erreicht", wird Professor Thomas Münzel aus Mainz in der Mitteilung zitiert.

Studiendaten aus Deutschland, den USA und England deuten auf einen prognostischen Nutzen durch rationelle Diagnostik und Therapie in einer CPU hin. Dies führe auch zur Verkürzung der Liegedauer und einer Kostenreduktion.

Das Zertifizierungsprogramm wird seit 2008 durchgeführt, bisher wurden 206 CPUs nach den DGK-Kriterien zertifiziert und 128 rezertifiziert.

"Die Zahl der CPUs in Deutschland übersteigt die Zahlen in anderen europäischen Ländern bei weitem", betont Münzel. Ziel sei aber eine bundesweit flächendeckende Versorgung. Hierfür seien etwa 300 CPUs erforderlich.

Münzel in der Mitteilung: "Noch bestehen regional Unterschiede in Bezug auf die kardiologische Versorgung, die ausgeglichen werden sollen. Wünschenswert wäre auch eine Portierung auf die europäische Ebene. Erste Schritte wurden hier bereits vollzogen. Nach ersten Zertifizierungen durch die DGK in der Schweiz scheint das Potenzial gegeben zu sein, derartige CPU-Netzwerke auch in anderen Ländern Europas zu fördern. Jedes Land muss dann entsprechend seiner Infrastruktur die in Deutsch und Englisch publizierten Zertifizierungskriterien der DGK entsprechend anpassen." (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Übersicht und Metaanalyse

Probiotika könnten Arthrose-Beschwerden lindern

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© FOMF

Forum für medizinische Fortbildung

Eviplex: KI-gestützte Recherche speziell für den medizinischen Alltag

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt

Global-Burden-of-Disease-Erhebung

Weltweit immer mehr Fälle von Anorexie und Bulimie

Lesetipps
Ein Kind erhält eine Spritze und schaut ängstlich weg.

© yanadjan / stock.adobe.com

Vom Schmerzgel bis zum Wiegenlied

Zehn Strategien gegen Impfstress

Die Rückseite eines jungen Mannes mit großflächigen Tätowierungen.

© PeopleImages / Getty Images / iS

Kasuistik

Lebensgefahr! Tattoo mit schockierenden Folgen

Nahaufnahme des rechten Handegelenks eines Patienten das mit einer Handgelenksschiene ruhig gestellt ist.

© Ondrej Novotny / stock.adobe.com

Therapie der ersten Wahl

Was bringt eine Handgelenksschiene beim Karpaltunnelsyndrom?