Ärzte Zeitung, 19.11.2004

Risedronat stabilisiert die Mikroarchitektur im Knochen

Knochenbiopsien von Frauen mit Osteoporose

BERLIN (gvg). Eine Behandlung mit dem Bisphosphonat Risedronat stabilisiert bei Frauen mit Osteoporose in der Postmenopause die Mikroarchitektur und erhält den Mineralisierungszustand des Knochens.

Das bestätigen die Ergebnisse von Knochenbiopsien, wie Privatdozent Peyman Hadji aus Marburg beim Orthopädenkongreß in Berlin berichtete. In einer Studie wurden bei 19 Frauen in der Postmenopause, die im Zusammenhang mit einer größeren Studie mit dem Bisphosphonat Risedronat (Actonel®) behandelt wurden, Knochenbiopsien entnommen.

Ziel war es, die Strukturveränderungen während einer Therapie mit dem Bisphosphonat zu evaluieren. "Die Frauen erhielten drei Jahre lang entweder fünf Milligramm Risedronat täglich oder Placebo", so Hadji auf der von Sanofi-Aventis unterstützten Veranstaltung. Knochenbiopsien wurden jeweils zu Beginn der Studie und nach drei Jahren entnommen.

Bei Frauen aus der Placebo-Gruppe hatten die Mineralkristallgröße und die Kollagen-Querverbindungen statistisch signifikant zugenommen, wie Hadji berichtet hat. Beides seien Zeichen einer Verringerung der Knochenqualität durch Knochenalterung. Mit Risedronat habe sich weder die Kristallinität noch die Kollagenvernetzung geändert, so Hadji. Diese Beobachtung nach drei Jahren habe sich jetzt nach fünf Jahren bestätigt.

Zusammen mit Studienergebnissen über den Nutzen von Risedronat zur Fraktur-Prophylaxe und zur Verbesserung der Trabekelarchitektur zeigten diese Resultate, daß durch diese Substanz die Knochenfestigkeit erhalten werden könne, so Hadji.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »