Ärzte Zeitung, 06.04.2005

Monatstablette bei Osteoporose hat jetzt die US-Zulassung

Ibandronat zur Therapie von Frauen in der Postmenopause

NEU-ISENBURG (eb). Für die einmal monatliche orale Osteoporose-Therapie bei Frauen in der Postmenopause hat jetzt das Bisphosphonat Ibandronat (Boniva®) die US-Zulassung erhalten. Das teilen die beiden Unternehmen Hoffman-La Roche und GlaxoSmithKline mit.

In einer Studie erwies sich die monatliche Behandlung mit Ibandronat einer täglichen Applikation als mindestens ebenbürtig. In der MOBILE-Studie erhielten 1600 Frauen in der Postmenopause mit Osteoporose zusätzlich zu Kalzium und Vitamin D das Bisphosphonat Ibandronat, und zwar 2,5 mg täglich oral oder nur einmal 150 mg monatlich.

Zwei weitere Gruppen erhielten jeweils 100 mg monatlich als Einmaldosis oder verteilt auf zwei aufeinanderfolgende Tage. Die Knochendichte nahm mit allen Einnahmeschemata ähnlich stark zu. Die einmal monatliche Dosis von 150 mg Ibandronat war der täglichen Behandlung sogar überlegen gewesen.

In einer anderen Studie ist nachgewiesen worden, daß bei täglicher Einnahme von Ibandronat über drei Jahre die Wirbelfrakturrate um 62 Prozent niedriger ist als mit Placebo. Bei Therapieintervallen von über zwei Monaten war die Quote um die Hälfte niedriger als mit Placebo.

Die EU-Zulassung für Ibandronat einmal monatlich zur oralen Therapie bei Osteoporose in der Postmenopause ist bereits beantragt.

Topics
Schlagworte
Osteoporose (797)
Organisationen
GlaxoSmithKline (1114)
Roche (655)
Krankheiten
Osteoporose (1466)
Wirkstoffe
Ibandronsäure (94)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »