Ärzte Zeitung, 01.10.2007

Bisphosphonat schützt vor neuen Brüchen

DURHAM (hub). Die einmal jährliche Injektion des Bisphosphonats Zoledronat schützt nach einer Hüftfraktur vor weiteren Brüchen. Das hat jetzt eine Studie belegt.

2127 Patienten, im Mittel 75 Jahre alt, mit bereits erfolgter Hüftgelenksfraktur wurden in die Studie einbezogen (NEJM online). Eine Hälfte erhielt 5 mg Zoledronat pro Jahr injiziert, die andere Placebo. Alle Patienten bekamen Kalzium und Vitamin D. Der Beobachtungszeitraum betrug zwei Jahre.

Die Ergebnisse: 424 neue Brüche bei 231 Patienten wurden beobachtet. Die Bruchrate in der Patienten-Gruppe mit dem Bisphosphonat lag bei 8,6 Prozent, mit Placebo bei 13,9 Prozent.

Die Rate von Wirbelkörperbrüchen betrug in der Zoledronat-Gruppe 1,7 versus 3,8 Prozent in der Placebo-Gruppe. Bei nicht-vertebralen Brüchen waren die Raten 7,6 versus 10,7 Prozent. Das bedeutet eine relative Risikoreduktion von 35 Prozent, bezogen auf alle Brüche.

Zoledronat ist als Aclasta® bereits zur einmal jährlichen Therapie bei M. Paget erhältlich. Die Zulassung zur Therapie von Frauen mit Osteoporose wird in den kommenden Wochen erwartet.

Topics
Schlagworte
Osteoporose (797)
Krankheiten
Osteoporose (1469)
Wirkstoffe
Zoledronsäure (107)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »